A Lover's Discourse
10. April – 10.Mai 2025





Fotos: Johannes Bendzulla
Die Ausstellung A Lover‘s Discourse im AURA Kunstraum zeigt aktuelle Werke von Melo Börner, Kavachi, Sevina Tzanou und Theresa Rothe. Angelehnt an den gleichnamigen Titel von Roland Barthes stellen die Künstler*innen ihre Arbeiten fragmentarisch zusammen. Wie in einem vielstimmigen Liebeslied erzählen sie von persönlichen und kollektiven Erfahrungen, den komplexen und oft widersprüchlichen Facetten von Beziehungen, Identität und inneren Welten. Durch ihre individuellen Perspektiven eröffnen sie einen intimen Dialog, über Liebe, Sehnsucht und die Ambivalenzen des menschlichen Erlebens.
Kavachi (*1989 in Sarayköy, Turkei, lebt derzeit im Tal zwischen zwei Hügeln in Oberfranken) greift mit seinen Arbeiten performative und emotionale Aspekte des Alltäglichen auf. Er arbeitet mit verschiedenen Medien, von temporären Installationen bis hin zu Performances. Mit seinen Arbeiten schafft er neue Narrative über Migration, Kindheitserinnerungen, queere Identitäten, Arbeit und Häuslichkeit. Er sammelt Textilien von Freunden, Familie und einem weiten Netzwerk an Menschen, die er in seine Arbeiten integriert. Kavachis Erzählungen beruhen ebenso auf persönlichen Erfahrungen sowie auf politischen Geschehen.
Melo Börners (*1987 in Lichtenstein/Sachsen, lebt in Berlin) alien creatures existieren als Zeichnungen, soft–sculptures und Performances. Sie stehen für die 'alien perspective': Eine Bezeichnung, die auf einen Blick außerhalb der Welt von Menschen, deren Politik und Systeme hinweist. Sie sind emotionale Zustände und greifen Themen wie Erotik, Queerness, Teenage–Angst und Vulnerabilität auf. Melo formuliert in ihren* Skulpturen, die Idee des „Anderen“, einer Queer–Materiality, ganz im Sinne von Punk, Queer–Feminismus, Selbstorganisation und Underground.
Sevina Tzanous (*1994 in Athen, lebt in Athen/Bonn) Gemälde basieren auf ihrer intensiven Beschäftigung mit der Konstruktion und Darstellung von Weiblichkeit und des Hyperfemininen. Ihre großformatigen Tableaus bieten einen Einblick in die Welt der Burlesque- und Drag-Performance, einer Subkultur, der Tzanou als Performerin selbst angehört. Die lebhaften Szenen erinnern an die Ausschweifungen des Lebens in all seiner Dekadenz, seinem Humor und seiner Tragik. Szenen aus dem Nachtleben, in denen sich Glamour und Anarchie die Waage halten
Therasa Rothe (*1990 in Dresden, lebt in Leipzig) beschäftigt sich mit dem Selbst, dem voyeuristischem Blick, alltäglichen Kuriositäten und Tierbeobachtungen. Ihre multimedialen Skulpturen und Installationen erforschen das Unbewusste, Träume und Fantasie. Ihre Arbeit zeichnet sich durch eine starke Ambivalenz aus: weiche Stoffe, glitschiges Silikon, Niedlichkeit und Ekel liegen dicht beieinander. Rothes Wesen scheinen, wie aus einer Traumwelt oder doch Alptraumwelt?
A Lover's Discourse
10. April – 10.Mai 2025





Fotos: Johannes Bendzulla
Die Ausstellung A Lover‘s Discourse im AURA Kunstraum zeigt aktuelle Werke von Melo Börner, Kavachi, Sevina Tzanou und Theresa Rothe. Angelehnt an den gleichnamigen Titel von Roland Barthes stellen die Künstler*innen ihre Arbeiten fragmentarisch zusammen. Wie in einem vielstimmigen Liebeslied erzählen sie von persönlichen und kollektiven Erfahrungen, den komplexen und oft widersprüchlichen Facetten von Beziehungen, Identität und inneren Welten. Durch ihre individuellen Perspektiven eröffnen sie einen intimen Dialog, über Liebe, Sehnsucht und die Ambivalenzen des menschlichen Erlebens.
Kavachi (*1989 in Sarayköy, Turkei, lebt derzeit im Tal zwischen zwei Hügeln in Oberfranken) greift mit seinen Arbeiten performative und emotionale Aspekte des Alltäglichen auf. Er arbeitet mit verschiedenen Medien, von temporären Installationen bis hin zu Performances. Mit seinen Arbeiten schafft er neue Narrative über Migration, Kindheitserinnerungen, queere Identitäten, Arbeit und Häuslichkeit. Er sammelt Textilien von Freunden, Familie und einem weiten Netzwerk an Menschen, die er in seine Arbeiten integriert. Kavachis Erzählungen beruhen ebenso auf persönlichen Erfahrungen sowie auf politischen Geschehen.
Melo Börners (*1987 in Lichtenstein/Sachsen, lebt in Berlin) alien creatures existieren als Zeichnungen, soft–sculptures und Performances. Sie stehen für die 'alien perspective': Eine Bezeichnung, die auf einen Blick außerhalb der Welt von Menschen, deren Politik und Systeme hinweist. Sie sind emotionale Zustände und greifen Themen wie Erotik, Queerness, Teenage–Angst und Vulnerabilität auf. Melo formuliert in ihren* Skulpturen, die Idee des „Anderen“, einer Queer–Materiality, ganz im Sinne von Punk, Queer–Feminismus, Selbstorganisation und Underground.
Sevina Tzanous (*1994 in Athen, lebt in Athen/Bonn) Gemälde basieren auf ihrer intensiven Beschäftigung mit der Konstruktion und Darstellung von Weiblichkeit und des Hyperfemininen. Ihre großformatigen Tableaus bieten einen Einblick in die Welt der Burlesque- und Drag-Performance, einer Subkultur, der Tzanou als Performerin selbst angehört. Die lebhaften Szenen erinnern an die Ausschweifungen des Lebens in all seiner Dekadenz, seinem Humor und seiner Tragik. Szenen aus dem Nachtleben, in denen sich Glamour und Anarchie die Waage halten
Therasa Rothe (*1990 in Dresden, lebt in Leipzig) beschäftigt sich mit dem Selbst, dem voyeuristischem Blick, alltäglichen Kuriositäten und Tierbeobachtungen. Ihre multimedialen Skulpturen und Installationen erforschen das Unbewusste, Träume und Fantasie. Ihre Arbeit zeichnet sich durch eine starke Ambivalenz aus: weiche Stoffe, glitschiges Silikon, Niedlichkeit und Ekel liegen dicht beieinander. Rothes Wesen scheinen, wie aus einer Traumwelt oder doch Alptraumwelt?
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